Im April 1884 gründete Ferdinand Braselmann in Kotthausen bei Voerde - so hieß Ennepetal - Oberbauer damals - ein Handels und Kommissionsgeschäft für Eisenwaren. Er war aus der bäuerlichen Tradition seiner Vorfahren ausgebrochen und hatte bei der Firma Kuhbier in Dahlerbrück bei Hagen den Beruf eines Commis - wie man damals sagte - erlernt. Er war Kaufmann von Beruf. Aber er war Unternehmer nach seiner Berufung.
Er begnügte sich nicht mit dem Handel, sondern begann selbst zu produzieren. Ein Nebengebäude des elterlichen Bauernhofes wurde zur Fabrikationsstätte umfunktioniert, und in kleinen Stückzahlen wurde produziert, was guten Absatz versprach: Sägebögen, Nussknacker, Werkzeuge verschiedenster Art.
Es war kein leichtes Brot. Diese Erzeugnisse mussten zur weiteren Bearbeitung kilometerweit in der Kiepe zu einem Schleifkotten im Hasperbachtal geschleppt und von dort wieder zurückgeholt werden. Kohlen für die kleine Dampfmaschine mussten von weit her herangeschafft werden. Die Zechen "Alter Hase" in Sprockhövel und "Gottes Segen" in Dortmund waren die am nächsten gelegenen. Von dort holten die Bauern aus der Nachbarschaft die Kohlen zum Teil des Nachts, da sie tagsüber Pferde und Fuhrwerke für die Feldarbeit brauchten.
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